The Eye of the World
In 60 Sekunden
In der Winternacht greifen Monster ein stilles Dorf an, und eine Aes Sedai namens Moiraine erzählt drei Farmjungen – Rand, Mat und Perrin –, dass das Dunkle einen von ihnen jagt. Sie fliehen mit ihr, ihrem Wächter Lan, Egwene und dem Gleemann Thom und verlieren sich in einer verfluchten Totenstadt, wo Mat ein vergiftetes Messer an sich nimmt. Rand und Mat treiben zur Hauptstadt, wo Rand erfährt, dass er die Eine Macht lenken kann – die männliche Hälfte, die das Dunkle verdorben hat. Am Auge der Welt verbrennt Rand einen Verschworenen zu Asche, vernichtet eine Trolloc-Armee und erschlägt in einem Traum das eigene Antlitz des Dunklen. Moiraine sagt ihm die Wahrheit: Er ist der Wiedergeborene Drache.
Bevor du anfängst
Warum es sich lohnt
Dies ist das Buch, das 1990 die epische Fantasy neu belebte: eine Farmjungen-Quest, die als bewusste Hommage an Tolkien beginnt und sich dann in eine eigene Mythologie aus Reinkarnation, Prophezeiung und einem Helden löst, der dazu bestimmt ist, die Welt zu zerbrechen. Lies es, wenn du die Wurzeln einer vierzehnbändigen Saga kennenlernen willst – oder wenn du die Fernsehserie gesehen hast und zum Original zurückkehren möchtest. Es belohnt Leser, die langsam aufbauendes Grauen, Weltenbau und einen Auserwählten schätzen, der sich fürchtet, auserwählt zu sein.
Achtung, Spoiler
Die Handlung
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Teil 1
Winternacht: Der Schatten kommt nach Emonds Feld
Rand al'Thor und sein Vater Tam sind auf dem Steinbruchweg unterwegs, als ein ummantelter Reiter auf einem schwarzen Pferd auftaucht – und sein Umhang bewegt sich nicht im Wind. Rand spürt den Blick des Reiters als Bedrohung; Tam ist sichtlich erschüttert. "Ich gehe lieber im Dunkeln, als mit dem mitzufahren", sagt Rand. "Das wirst du vielleicht früher oder später müssen. Aber nicht heute Nacht", erwidert Tam. In der Winternacht in Emonds Feld, während der Vorbereitungen auf das Bel-Tine-Fest, werden die Dorfbewohner von drei Fremden besucht: einer Dame in feinen Kleidern – in Wirklichkeit Moiraine, eine Aes Sedai – mit ihrem Warder Lan, und einem Gaukler, Thom Merrilin. In jener Nacht, in der Winternacht, greifen Trollocs an. Moiraine offenbart, was sie ist, und bekämpft sie mit der Einen Macht. Dann erzählt sie Rand, Mat und Perrin das Unerträgliche: Die Diener des Dunklen Königs jagen einen der drei, sie weiß nicht, welchen, und sie müssen das Zweiflüsstige sofort verlassen – zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz des Dorfes. Moiraine heilt Tam al'Thor, der beim Trolloc-Überfall verwundet wurde. Tam offenbart dem fiebernden Rand, dass er ihn als Baby an den Hängen des Drachenbergs während des Aiel-Kriegs gefunden und mit nach Hause genommen hat, um ihn großzuziehen. Rand schleppt Tam auf einer Trage durch die Nacht zurück nach Emonds Feld. Die Gruppe flieht zu Pferd aus Emonds Feld: Rand, Mat, Perrin, Egwene, Moiraine, Lan und Thom Merrilin. Egwene besteht darauf mitzukommen, weil Moiraine sagt, sie könne das Kanalisieren lernen. Nynaeve al'Meara, die Weisheit des Dorfes, folgt, um die Jungen nach Hause zu bringen. Verfolgt von Trollocs und einem Myrddraal flieht die Gruppe durch den Westwald, und Moiraine treibt die Kreaturen mit der Einen Macht zurück. Die Gruppe findet Zuflucht in einem verlassenen Stedding, dessen Einfluss das Kanalisieren verhindert und sie vor dem Myrddraal schützt.
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Teil 2
Shadar Logoth: Trennung und der Dolch
In Baerlon quartiert sich die Gruppe in einer Herberge ein, und Rand sieht die Verschworenen Ishamael zum ersten Mal in einem Traum; Min Farshaw, eine junge Frau, die Auren liest, warnt Moiraine vor Gefahr, die die Jungen umgibt. Thom Merrilin tritt in Baerlon auf und erzählt Geschichten, darunter 'Die große Jagd nach dem Horn' und Erzählungen von Lews Therin, dem Kinslayer, und den Verschworenen, und führt damit die Legende vom Horn von Valere ein. Aus Angst, von den Dienern des Dunklen Königs entdeckt zu werden, schleicht sich die Gruppe nachts aus Baerlon; Nynaeve holt sie ein, und Moiraine prüft Egwene und stellt fest, dass sie das Kanalisieren lernen kann. Sie treffen einen Hausierer namens Padan Fain, der Neuigkeiten aus der Außenwelt hat und behauptet, der Dunkle König sei unruhig; Fain erweist sich später als jemand, der die Jungen seit Jahren jagt. Die Gruppe findet Zuflucht in der verlassenen Stadt Shadar Logoth, wo das böse Mashadar, ein sinnloser, kriechender Nebel, die Lebenden jagt. Moiraine warnt alle, zusammenzubleiben und nichts zu berühren. Mat, von Gier getrieben, nimmt einen Dolch mit Rubin-Knauf aus einem Schatzhort, ohne zu wissen, dass er verflucht ist und ihn langsam verderben wird. Mat schleicht sich davon und nimmt einen Dolch aus einem verfallenen Gebäude; der Dolch trägt Mashadars Befleckung, die beginnt, ihn zu verderben, und Mordeth, die Quelle des Bösen, versucht, die Gruppe in die Falle zu locken. Mashadar und Trollocs greifen die Gruppe in Shadar Logoth an, und im Chaos zerstreut sich die Gruppe: Rand, Mat und Thom landen zusammen; Egwene und Perrin zusammen; und Moiraine, Lan und Nynaeve zusammen. Rand, Mat und Thom entkommen Shadar Logoth mit einem Boot auf dem Fluss Arinelle. Thom lehrt Rand und Mat, Flöte zu spielen und jonglieren, um sich auf dem Weg nach Whitebridge ihren Unterhalt zu verdienen. Mats Misstrauen und Paranoia wachsen, je mehr der Einfluss des Dolches zunimmt. In Whitebridge stellt sich ein Myrddraal Rand, Mat und Thom. Thom greift den Fade an, um den Jungen Zeit zu verschaffen zu entkommen, und sie sehen ihn zuletzt humpeln, während der Myrddraal vorrückt. Rand und Mat fliehen allein, im Glauben, Thom habe sich geopfert.
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Teil 3
Two Roads to Caemlyn: Wolves, Wolves' Eyes, and a Wall
Perrin and Egwene travel with Elyas Machera, a man who runs with wolves and communicates with them. Elyas tells Perrin that he has the same ability: his yellow eyes mark him as a Wolfbrother. Perrin resists the idea, fearing what it means. Perrin's eyes turn golden as his wolf-brother abilities grow. Perrin and Egwene shelter with the Tuatha'an, the Traveling People who follow the Way of the Leaf, a philosophy of absolute non-violence. Aram, a young Tinker, explains their belief that no cause justifies harming another. Perrin struggles to reconcile this with his killing of two Whitecloaks. Perrin is captured by the Children of the Light (Whitecloaks) led by Geofram Bornhald, who sentence him to death for consorting with wolves; Moiraine, Lan, and Nynaeve rescue Egwene and Perrin, and Nynaeve reveals she can channel. Rand and Mat travel the Caemlyn Road, performing in inns as gleemen to earn food and shelter. Mat's condition worsens; he grows increasingly suspicious and hostile, clutching the dagger from Shadar Logoth. Rand begins to hear a voice in his head and to have strange experiences with the One Power. Rand meets Loial, an Ogier, in the library of The Queen's Blessing inn in Caemlyn. Loial recognizes Rand as ta'veren, a focal point of the Pattern, and explains that the Pattern weaves the lives of such individuals to correct itself. He befriends Rand and offers to help. Rand climbs a wall to see the False Dragon Logain and instead meets Elayne Trakand, heir to the throne of Andor, and her brothers Gawyn and Galad. Elayne tends to Rand's injuries, and he is struck by her beauty and kindness, not knowing her true identity. Rand is brought before Queen Morgase, her Aes Sedai advisor Elaida, and Captain-General Gareth Bryne. Elaida studies Rand intently and declares that he is a dangerous man who will shake the world, but Morgase releases him, dismissing Elaida's foretelling as overblown. The group reunites in Caemlyn. Moiraine decides Mat must go to Tar Valon for Healing from the dagger's corruption.
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Teil 4
The Eye of the World: The Dragon Reborn
Loial warns Moiraine that the Eye of the World is threatened; the Eye is a sa'angreal in the Blight containing a pool of pure saidin, and it is guarded by Someshta, the Green Man. Mat, Rand, and Perrin have all dreamed of it. The party enters the Ways, a darkened realm of bridges and islands where Machin Shin, the Black Wind, hunts them, whispering their fears. The party emerges from the Ways at Fal Dara in Shienar, where Lord Agelmar welcomes them. They learn the Blight is stirring and Trolloc armies mass at the border. Moiraine insists they must reach the Eye of the World before the Dark One's forces do. The group enters the Blight, a corrupted landscape of twisted, poisonous plants and oppressive heat. Lan leads them through, warning that everything in the Blight is deadly. At the Eye of the World, the Green Man, Someshta, greets them. He is the last of the Nym, a construct from the Age of Legends. He shows them the Eye, a pool of pure, untainted saidin, and reveals the Dragon banner, the Horn of Valere, and a seal on the Dark One's prison. The Forsaken Aginor and Balthamel appear at the Eye. Balthamel kills the Green Man, but the Green Man destroys Balthamel in return, engulfing him in fungi and vines. Aginor draws on the Eye's power, and Rand, in desperation, channels for the first time, wrestling Aginor for control of the pure saidin. Rand defeats Aginor, who burns himself to ash drawing too much power. Rand then travels to Tarwin's Gap, where he uses the Eye's power to annihilate the Trolloc army threatening Shienar. He appears as a figure of light and fire, decimating thousands of Shadowspawn in moments. Rand confronts Ba'alzamon in a dreamlike battle, severing the cord of black energy connecting them with a blade of light. Moiraine finds Rand unconscious and tells him she knows what he is: the Dragon Reborn. She withholds the full truth of the battle from the other men, telling only Lan. Moiraine listens to the group's accounts of the battle and concludes that Rand is the Dragon Reborn. She says, 'The Prophecies will be fulfilled. The Dragon is Reborn.' She tells Lan privately that Rand channeled and that the Last Battle is now inevitable.
Wer ist wer
Figuren
- Rand al'ThorEin Schäfer aus Emonds Feld, aufgezogen von Tam, der ihn als Baby auf dem Drachenfels fand. Als einer von drei Gejagten lernt er, dass er die befleckte männliche Macht kanalisieren kann – und endet das Buch als Wiedergeborener Drache, das Letzte, was er sein wollte.
- Moiraine DamodredEine Aes Sedai, die sich als Lady ausgibt und die Beute des Schattens jagt, bevor dieser sie findet. Sie schützt, führt und manipuliert die Gruppe – und am Ende ist sie die Einzige, die die Wahrheit über das kennt, was Rand ist, und erzählt sie nur Lan.
- Matrim CauthonDer Dorfhalunke und Schlingel der drei Jungen. Seine Gier nach einem Dolch mit Rubin-Knauf in Shadar Logoth lässt ihn von Mashadar korrumpiert werden, misstrauisch und feindselig, und er braucht die Heilung von Tar Valon.
- Perrin AybaraDer stille Schmiedelehrling, der gelbe Augen und eine telepathische Verbindung mit Wölfen bekommt. Er hasst das Geschenk, tötet zwei Weißmäntel, um es zu verteidigen, und wird dafür zum Tode verurteilt.
- Egwene al'VereDie Tochter des Bürgermeisters, von Moiraine getestet und als fähig befunden, das Kanalisieren zu lernen. Sie erduldet Trennung, Tinker und Weißmäntel und erreicht Caemlyn verändert.
- Nynaeve al'MearaDie Dorfbezauberin, die den Jungen nachjagt, um sie nach Hause zu schleppen, und dann bleibt. Wild, stur und heimlich fähig zu kanalisieren – sie offenbart es während der Rettung von Perrin und Egwene.
- Lan MandragoranMoiraines Wächter, ein ungekrönter König einer toten Nation, ganz Disziplin und stille Warnung. Er führt die Gruppe durch die Verderbnis und ist der einzige Mann, dem Moiraine die ganze Wahrheit erzählt.
- Thom MerrilinEin Gaukler, der viel zu viel weiß für einen einfachen Unterhalter. Er bringt den Jungen das Auftreten bei, bleibt dann in Whitebridge zurück, um einen Myrddraal zu bekämpfen, damit sie entkommen können – zuletzt gesehen, wie er humpelt, während es vorrückt.
- LoialEin junger Ogier-Bibliothekar, den Rand in Caemlyn trifft und der Rand als ta'veren erkennt. Er warnt Moiraine, dass das Auge der Welt bedroht ist, und führt die Gruppe durch die Wege.
- Elyas MacheraEin ehemaliger Wächter, der mit Wölfen läuft und mit ihnen von Geist zu Geist spricht. Er nennt Perrin einen Wolfbruder und bringt ihm bei, aufzuhören, gegen das zu kämpfen, was er ist.
- Elayne TrakandTochter-Erbin von Andor, die Rands Verletzungen versorgt, nachdem er in den Palastgarten gefallen ist. Er ist von ihrer Schönheit und Freundlichkeit getroffen, bevor er erfährt, wer sie ist.
- Ba'alzamonDas Gesicht des Dunklen Königs in Träumen, das die Jungen durch Schlaf und durch Diener jagt. Am Auge durchtrennt Rand die schwarze Schnur, die sie bindet – und weiß immer noch nicht ganz, gegen was er gekämpft hat.
Worum es wirklich geht
Themen
Die Bürde, auserwählt zu sein
Moiraine tells Rand, Mat, and Perrin that the Dark One hunts one of them—she doesn't know which—and the not-knowing is the cruelty. Each boy carries the target alone: Mat's paranoia from the dagger, Perrin's terror of his yellow eyes, Rand's voice in his head and his channeling. By the end, the question is answered in the worst way: Rand is the Dragon Reborn, the man destined to fight the Last Battle and, as Lews Therin's fate shows, to go mad doing it. The book's point is that being chosen isn't an honor—it's a sentence you don't get to refuse.
Macht und wie man sie einsetzt
Jordan deliberately echoes Tolkien's Shire, then inverts the lesson. Where Frodo's quest is about renouncing a corrupting power, Rand's story is about a power that must be wielded: he has to channel saidin—tainted, maddening—to burn Aginor, to annihilate the Trolloc army at Tarwin's Gap, to cut Ba'alzamon's cord. The One Power is also split by gender and politics: Moiraine and Nynaeve channel openly, while male channelers are doomed by the taint that drove Lews Therin to kill his own family. The book argues that some wars can't be survived with humility alone—someone has to pick up the weapon.
Der Verlust der Unschuld
Emond's Field is built to feel like a Shire—Bel Tine, the Winternight raid, boys who have never left home. Then the world dismantles that innocence piece by piece: Rand learns his father found him on Dragonmount; Perrin kills two Whitecloaks and can't square it with the Tinkers' Way of the Leaf, the belief that no cause justifies harming another; Thom is last seen limping toward a Myrddraal so the boys can run. The village boys end the book as a channeler, a Wolfbrother, and a corrupted dagger-carrier. Home is a place they can never return to unchanged.
Pflicht versus Verlangen
Nearly every character wants something the plot forbids. Perrin wants to be a plain blacksmith, not a Wolfbrother. Egwene wants adventure and gets channeling lessons with a price tag. Nynaeve wants to bring her boys home and instead reveals she can channel. Rand wants to go back to Emond's Field and instead learns he is the Dragon Reborn. Even the Tuatha'an, who follow absolute nonviolence, are tested by Aram's interest in Egwene and Perrin's violence among them. The book keeps asking what you owe the world when the world's need contradicts your own wants—and its answer is that the Pattern doesn't care what you want.
Prophezeiung und freier Wille
Elaida foretells that Rand will shake the world; Moiraine ends the book declaring "The Prophecies will be fulfilled. The Dragon is Reborn." Yet the characters spend the whole novel making choices that feel free—fleeing, hiding, resisting. The tension is that prophecy in this world seems less like a prediction and more like gravity: ta'veren like Rand bend the Pattern around them, and the Pattern corrects itself. The book's point is that destiny here isn't a script you read—it's a weight you feel, and knowing your fate doesn't free you from it.
Genauer hingeschaut
Symbole
- Der Dolch mit Rubin-Knauf
- Mats gestohlener Dolch trägt Mashadars Befleckung und korrumpiert ihn langsam – Paranoia, Feindseligkeit, ein Junge, der sich gegen seine Freunde wendet. Er steht dafür, wie eine einzige gierige Wahl alles danach vergiften kann, und sein Bedürfnis nach der Heilung von Tar Valon spiegelt die eigenen Wunden der Gruppe wider, die zu Hause nicht geheilt werden können.
- Das Auge der Welt
- Ein Pool aus reinem Saidin, unberührt von der Befleckung des Dunklen Königs, bewacht von den letzten Nym. Er repräsentiert eine saubere, unkorrumpierte Quelle der Macht – und den Preis ihrer Nutzung: Rands erste vollständige Kanalisierung dort verbrennt einen Forsaken zu Asche und markiert ihn als den Wiedergeborenen Drachen. Reinheit existiert, aber sie zu berühren verändert dich für immer.
- Drachenfels
- Der vulkanische Berg, der entstand, als Lews Therin die Eine Macht anzog und sich selbst in Trauer auslöschte. Es ist der Ort, wo Tam Rand als Baby fand – buchstäblich geboren auf dem Grab des Wahnsinns des Drachen. Der Berg spiegelt Rands Bogen wider: dieselbe Macht, dasselbe Schicksal, wartend zu sehen, ob er anders endet.
- Das Horn von Valere
- Im Auge der Welt aufbewahrt neben der Drachenbanner und einem Siegel auf dem Gefängnis des Dunklen Königs, ist das Horn die Legende, die Thom früh mit seiner Erzählung von der Großen Jagd des Horns pflanzt. Es steht für die Helden der Vergangenheit, die darauf warten, gerufen zu werden – ein Versprechen, dass die Schlachten dieser Generation ältere widerhallen und dass die Toten mit den Lebenden noch nicht fertig sind.
- Der Weg des Blattes
- Die absolute Gewaltlosigkeit der Tuatha'an – keine Sache rechtfertigt es, einem anderen zu schaden. Es ist die reinste moralische Position des Buches, und Perrin, der zwei Weißmäntel getötet hat, kann es nicht ertragen, darin zu stehen. Die Philosophie spiegelt die zentrale Frage der Geschichte wider: ob Unschuld den Kontakt mit einem Krieg überleben kann, der hinter dir her ist.
Spoiler
Das Ende erklärt
Das Ende ist eine Krönung, verkleidet als Rettung. Moiraine findet Rand bewusstlos, nachdem er einen Verschworenen verbrannt, eine Armee vernichtet und ein Band schwarzer Energie von Ba'alzamon durchtrennt hat – und statt ihn zu trösten, benennt sie ihn: den Wiedergeborenen Drachen. Die grausame Ironie des Buches besteht darin, dass Rands Sieg zugleich sein Urteil ist. Alles, wovor er sich fürchtete – das Lenken, der Wahnsinn, das Schicksal von Lews Therin, der seine eigene Frau und sein eigenes Blut erschlug –, gilt nun für ihn. Moiraines Entscheidung, den anderen Männern die Wahrheit vorzuenthalten und nur Lan einzuweihen, ist der schärfste Zug des Buches: Sie bewahrt sie vor einer Last und isoliert Rand damit zugleich. Manche Leser sehen das Ende als triumphal – der Farmjunge gewinnt; andere als tragisch – er gewinnt, indem er zu dem wird, wovor die Welt sich fürchtet. Beide Lesarten stimmen, und deshalb trägt es: Die letzte Zeile des alten Lebens des Jungen ist zugleich die erste Zeile des Drachen.
Für Unterricht und Lesekreis
Fragen zur Diskussion
- 1.Vergleiche Jordans bewusste Tolkien-Hommage – die dem Auenland nachempfundenen Zwei Flüsse, die Gefährtenschaft, den dunklen Diener – damit, wie das Buch sich von Tolkiens Thema löst, auf Macht zu verzichten, um sie stattdessen zu lenken. Wo endet die Hommage, wo beginnt das Eigene?
Zum Merken
Die besten Zitate
“Lieber gehe ich im Dunkeln, als mit dem einen zu reiten.”
“Vielleicht musst du das früher oder später. Aber nicht heute Nacht.”
“Die Prophezeiungen werden erfüllt werden. Der Drache ist wiedergeboren.”
“Weint um Manetheren. Weint um das, was für immer verloren ist.”
Eine faire Kritik
Schwächen
Die Tolkien-Schuld ist real und mitunter schwer: Die ersten Kapitel folgen dem Auftakt von Der Herr der Ringe so eng – ländliche Idylle, monströser Angriff, weiser Führer, Flucht –, dass Leser, die die Vorlage kennen, den frühen Teil als vorhersehbar empfinden mögen. Das Buch stützt sich zudem auf eine große Figurenschar und eine ausufernde Landkarte, sodass manche Fäden (die Tuatha'an, die Weißmäntel) eher als Vorbereitung auf spätere Bände wirken denn als abgeschlossene Handlungsstränge. Die Frauenfiguren sind lebendig, doch oft über ihr Verhältnis zum Schicksal der Jungen definiert. Und die traumhafte Kamplogik des Endes – Ba'alzamons wahre Natur bleibt bewusst im Dunkeln – kann sich eher als Schummelmanöver anfühlen denn als Mysterium.
In einem Satz
Ein Farmjunge flieht vor dem Dunklen, entdeckt, dass er die verdorbene Macht lenken kann, die Männer in den Wahnsinn treibt, und erfährt, dass er der Wiedergeborene Drache ist – die einzige Hoffnung der Welt und ihr künftiger Zerstörer.
Ist es etwas für dich?
Für wen sich das Buch eignet
Leser, die das Fundament der modernen epischen Fantasy kennenlernen wollen und sich nicht an einem langsamen, bedächtigen Auftakt stoßen, der sich im Feuer auszahlt. Auch für alle, die die Fernsehserie gesehen haben und zur ursprünglichen Quelle zurückkehren möchten – oder für Tolkien-Fans, neugierig darauf zu sehen, wie eine geliebte Formel bewusst entlehnt und dann gebrochen wird.
4 Fragen
Kurzes Quiz: Wie gut kennst du The Eye of the World?
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