1Frauen als Objekte, Frauen als Künstlerinnen
Iris malt Puppengesichter – Waren, die darauf angelegt sind, angesehen zu werden –, wird dann Modell, erneut betrachtet, und ergreift schließlich selbst den Pinsel. Silas' nach ihren eigenen Zügen in Auftrag gegebener Puppenkopf macht die Objektifizierung buchstäblich: Er will sie als ein Ding, das er gemacht hat. Das Buch sagt: Der Weg vom Objekt zur Künstlerin verlangt, den Mann zu vernichten, der sie lieber eingefroren behalten würde.
Figuren:Iris WhittleSilas Reed
2Der männliche Blick als Raubtier
Louis sieht Iris und will ihr Bild; Silas sieht Iris und will ihren Körper, tot und konserviert. Der Unterschied ist einer des Grades, nicht der Art – ein Spektrum, das das Buch über Christina Rossettis Warnung vor den goblin men in 'Goblin Market' ausmalt. Iriss Überleben hängt daran, dass sie erkennt, welche Art von Anschauen sie trifft, bevor es sie tötet.
Figuren:Iris WhittleSilas ReedLouis Frost
3Schwesterlichkeit und Rivalität
Roses Pockennarben machen Iriss makelloses Gesicht zu einer täglich erneuerten Beleidigung. Der Bruch der Schwestern – Roses Denunziation, Iriss Auszug – ist keine Bösartigkeit, sondern die Arithmetik ungleicher Schönheit in einer Welt, die Frauen nach ihren Gesichtern bemisst. Ihre Versöhnung, mit Rose als Gouvernante, deutet an: Die Wunde schließt sich erst, wenn beide aufhören, um dieselbe Währung zu konkurrieren.
Figuren:Rose Whittle
4Kunst als Besitz vs. Kunst als Freiheit
Silas nennt Iris sein Meisterwerk; Louis malt sie; Iris malt schließlich sich selbst. Das Buch unterscheidet Kunst, die festhält (Taxidermie, die Starre des Modells), von Kunst, die befreit (Iriss eigene Leinwände, 'The Escape'). Seine Pointe: Die Künstlerin, die ihr eigenes Bild besitzt, ist die einzige, die wirklich frei ist.
Figuren:Iris WhittleSilas ReedLouis Frost